Das Projekt

Zielsetzung

Für eine veränderungs- und zukunftsfähige Matrixproduktion sind qualifizierte Fachkräfte, die sich stetig neue Kompetenzen aneignen, essenziell. Dafür ist es nötig, die Arbeit lernförderlich zu gestalten, in der die Beschäftigten ihre Kompetenzen in sozialen und permanenten Weiterbindungsprozessen der lernenden Fabrik stetig den neuen Anforderungen anpassen. Dabei werden Sie durch Technik unterstützt. Daraus ergeben sich folgende Projektziele:

  • Es soll eruiert werden, wie Beschäftigte ihre Qualifikationen und Kompetenzen im permanenten Weiterbildungsprozessen lernender Fabriken stetig und möglichst selbstorganisiert den Anforderungen der sich rasant ändernden Arbeits- und Geschäftsprozessen anpassen und dabei durch die Technik unterstützt werden können.
  • Der spezifische Kompetenzbedarf für Beschäftigte und die Randbedingungen für die Organisation und Gestaltung des Kompetenzerwerbs aus den besonderen Bedingungen einer Matrixproduktion soll abgeleitet werden.
  • Es gilt herauszufinden, wie sich informelle und non-formale Lernsituationen parallel zum Wertschöpfungsprozess in den betrieblichen Alltag integrieren, und durch technische Assistenzlösungen für eine systemintegrierte verteilte Schulung unterstützen und in einem matrixorientierten Produktionssystem steuern lassen.
  • Die Möglichkeiten, wie der Prozess des informellen und non-formalen Lernens spezifischer Kompetenzen mit dem Prozess des formalen Erwerbs erforderlicher Qualifikationen effizient verbunden werden kann, sollen festgestellt werden.
  • Die Unternehmenskulturen, die den spezifischen Anforderungen an Reagibilität und Standardisierung der Matrixproduktion bestmöglich gerecht werden, sollen identifiziert werden.

Methodischer Ansatz

Die einzelnen Arbeitspakete sind in Abbildung 2 als Visualisierung zusammengefasst.

Projektstruktur
Abbildung 2: Projektstruktur

Die Dimensionen (Mensch, Technik und Organisation) des soziotechnischen Systems werden zunächst in Form einer Anforderungsbestimmung im ersten Arbeitspaket (AP1) definiert. In AP2 wird der erweiterbare Lösungsbaukasten, basierend auf den Ergebnissen aus AP1, entwickelt und umgesetzt. Der Lösungsansatz soll dabei Gestaltungsrichtlinien für Assistenzsysteme, Methodiken zur multikriteriellen Optimierung von Lern- und Fertigungsaufträgen und organisatorische Leitfäden zur Vermittlung von Problemlösekompetenzen und qualitäts- und sicherheitsförderlicher Kompetenzen in der Matrixproduktion beinhalten. In AP3 werden die entwickelten Methoden aus AP3 an die Anforderungen zweier Anwendungspartner in zwei Forschungsmustern umgesetzt: Realisierung der Lernmodul- Steuerung im MES und die Erweiterung der eigenentwickelten Werkerassistenz um die technische Lernassistenz. Die Lösungen werden daraufhin in AP4 in den Anwendungsfällen „informelles Lernen in der Produktion“ und „informelles Lernen in der Montage“ erprobt. Die Auswertung der Ergebnisse erfolgt in drei Schritten in AP5:

  1. Austausch im Konsortium und interessierten Stakeholdern
  2. Integration der Lösungen in künftige Produkte und Dienstleistungen der Partner
  3. Öffentlicher Diskurs der Ergebnisse im Rahmen von Veröffentlichungen und Veranstaltungen